Das Internationale Künstlergremium IKG wurde von namhaften Künstlern wie Joseph Beuys, Jochen Gerz, Gotthard Graubner, Klaus Staeck und anderen initiiert und 1976 in Köln gegründet. Es war und ist ein Zusammenschluss von Künstlerinnen*, Kuratorinnen*, Kritikerinnen*, die im Bereich der Bildenden Kunst arbeiten. Parallel zum Pen-Club engagiert sich das IKG für Kunst-, Informations- und Pressefreiheit, für das Recht auf kulturelle Selbstbestimmung, Toleranz und kulturelle Vielfalt.

Das IKG hat mehr als 230 Mitglieder aus Amerika, Argentinien, Australien, Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Israel, Italien, Japan, Kanada, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Serbien, Slowakei, Schweden, Schweiz, Tschechien, Ungarn, Weissrussland.

Rune Mields

(24. Februar 1935 – 27. Juni 2026)

Das Internationale Künstlergremium trauert um sein langjähriges Mitglied Rune Mields

Für Rune Mields stand die künstlerische Auseinandersetzung mit Naturwissenschaft und Technik, vor allem aber mit der Mathematik im Mittelpunkt. Sie hat Denk- und Systematisierungsprozessen nachgespürt, um diese ins Sichtbare zu überführen. Zahlen, Primzahlen und mathematische Symbole spielten für sie eine ebenso wichtige Rolle wie platonische Körper, die Zentralperspektive oder das Ornament. Vom Verstehenwollen getrieben, setzte Rune Mields bis ins hohe Alter immer wieder neu an – zunächst als Malerin und später im Medium der Zeichnung.

Energisch und unbeirrbar hat sich Rune Mields bereits seit den 60er Jahren in einer damals zutiefst männlich geprägten Kunstszene durchgesetzt. Als Autodidaktin zählte sie zu den prägenden Künstlerinnen des Rheinlands, zunächst in Aachen und dann in Köln. Überregionale Anerkennung erfuhr sie 1977 durch ihre Teilnahme an der documenta 6 in Kassel. Zahlreiche Auszeichnungen folgten, so beispielsweise der Gabriele-Münter-Preis im Jahr 2000. Für das Jahr 2027 bereiten die Kunsthalle Gießen und das Museum Morsbroich eine Doppelausstellung vor, die noch von Rune Mields geplant worden war.

Kunst braucht Freiheit – Demokratie braucht Kunst

Stellungnahme der Künstler:innenverbände BBK Bundesverband, Deutscher Künstlerbund, IKG – Internationales Künstlergremium, Internationale Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK) und Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden (GEDOK) >>>

Videostill: Nele Ströbel

Timm Ulrichs

(31. März 1940 – 29. April 2026)

Das Internationale Künstlergremium trauert um sein Gründungsmitglied Timm Ulrichs

Als Provokateur in Wort und Bild hat Timm Ulrichs immer wieder Grenzen ausgelotet und überschritten. Er wollte, wie er es selbst einmal formulierte, Neuland gewinnen, und stellte den Kunstbetrieb und vor allem den Kunstmarkt radikal infrage. Gattungsübergreifend inszenierte er sich selbst, seine Arbeit, aber auch Spuren von künstlerischen Vorläufer_innen. Zugleich waren ihm Humor und feinsinnige Ironie eigen, was insbesondere die subtilen Sprachsprünge vieler seiner Arbeiten erkennen lassen.

Ulrichs Werk fand seit den 1960er Jahren deutschlandweit und international durch zahlreiche Ausstellungen und Preise Beachtung. 1977 nahm er an der documenta 6 teil und 2020 erhielt er den Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste in Berlin.

1975 gehörte Timm Ulrichs zum Kreis der Gründungsmitglieder des Internationalen Künstlergremiums.

Jahrestreffen 2026 in Köln 8.-11. Oktober 2026

Ort: Alte Feuerwache